Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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ſer hatte ſeit einigen Tagen die Farbe geaͤndert, und fing in die Hoͤhe zu ſteigen an. Die Einwohner er⸗ warteten eine reichliche Ueberſchwemmung aus der gro⸗ ßen Menge von Waſſerſpinnen, welche ſich an der Oberflaͤche der Erde geſammelt hatten. Sie hatten die Erfahrung gemacht, daß je zablreicher dieſes Inſekt ſei, in deſto groͤßerem Ueberfluſſe erhielten ſie das Fluß⸗ waſſer. Man ſah Schwaͤrme, oder beſſer, ſo dicke Wol⸗ ken von Waſſerſpinnen, daß die Luft damit bis zu einer gewiſſen Hoͤhe angefuͤllt war. 3 Den 28. fuhren wir uͤber den Nil und fanden bei unſerm Ausſteigen Pferde, welche uns nach Kus, welches die Einwohner Said Kus aus ſprechen, brin⸗ gen ſollten, wo wir zu dem wohlhabenden Kopten Maliim Poctor eingeladen waren. Der Flecken Kus, der Sitz eines Kiaſchefs, liegt in einiger Entfer⸗ nung vom oͤſtlichen Ufer, auf der Néguade gegen⸗ uͤber liegenden Seite, aber 1½ Meile weiter gegen Kord. Nach Daanville nimmt er die Stelle des alten Klein⸗Antinopolis ein. Das einzige hier noch ſichtbare Denkmal aus dem Alterthume, war die halb vergrabene Vorderſeite eines kleinen, der Sonne geweihten Tempels. Der Kopte nahm uns ſehr artig auf, und bewirthete uns praͤchtig; auch vergaß man nach Landesſitte den Dattelbranntwein nicht.

Drei ſtarke Tagreiſen von Kus liegt der Hafen Coſſeir am rothen Meere; der Weg dahin geht durch die Wuͤſte. Es iſt die Karawanen⸗Straſſe, auf