666 welcher man aus Aegypten Getreide nach Ara⸗ bien ſchafft, und fuͤr welches man Kaffee aus Je⸗ men zuruͤck bringt. Der groͤßte Theil dieſer Karava⸗ nen begibt ſich von Coſſeir nach Kus; einige rei⸗ ſen auch nach Kenne, und andere nach Banub.
Aegyptens unvergleichliche Fruchtbarkeit des Bodens zeigt ſich im ſuͤdlichen Theile noch herrlicher, als im noͤrdlichen. Die an die heiße Zone graͤnzende Thebais iſt weit fruchtbarer, als der feuchte Boden des Delta.
Die Inſekten, welche hier am zahlreichſten und beſchwerlichſten ſind, ſind die laͤſtigen Stuben⸗Fliegen; zu dieſen geſellen ſich die Wanzen. Die Einwohner, ſelbſt die wohlhabendſten, haben trotz der Baͤder und der haͤufigen religioͤſen Reinigungen, den ganzen Koͤr⸗ per voll Laͤuſe. Wenn ſie ſich von irgend einem dieſer Inſekten gebiſſen fuͤhlen, greifen ſie es ſanft an, und ſetzen es, ohne ihm etwas zu thun, ſogar auf das Sopha, wo es bald wieder an eine andere Perſon lauft.
In Ober⸗Aegypten ſchleicht ſich manchmal auch eine ſchoͤne Art von Schlupfw espe, mit ſtarkem und langem Bohrer am Ende des Koͤrpers, in die Haͤuſer ein; ſie glaͤnzt mit den lebhafteſten Farben. Man ſieht hier auch die Hummel, welche Olivier die Biene mit dem gelben Bruſtſtuͤcke nennt. Beim Fliegen laͤßt ſie ein faarkes Sumſen hoͤren. Die Skorpionen werden ſehr groß. Der Nil liefert,


