Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Haus fuͤhrte, und mir mehrere Alterthuͤmer, welche nicht viel werth waren, zeigte.

Eine alte Moſchee, dem Vorgeben nach eine ehe⸗ malige chriſtliche Kirche, iſt auch noch der Gegenſtand der Verehrung bei den Chriſten. Der Tempel iſt ge⸗ raͤumig, und hat auf mehreren Seiten Eingaͤnge; ſein Umfang wird durch eine Reihe aneinander ſtehender Fenſter erhellt. Das Innere iſt, wie in allen Moſcheen dieſes Landes, ein großer, leerer und nackter Bezirk; man bewundert aber darin die kleinen Granitſaͤulen, welche man aus Ueberreſten von Panopolis genom⸗ men hat. Das um Echmimm angebaute Land ſteht wegen ſeiner großen Fruchtbarkeit in großem Rufe. Die Stadt Echmimm enthaͤlt, wie alle Staͤdte Ae⸗ gyptens, eine große Menge Prieſterinnen der Ve⸗ nus Pandemos. Der Nil liefert bei Schmimm Fiſche im Ueberfluſſe. Die Art, welche ich am haͤufig⸗ ſten angetroffen habe, iſt die Bagatte, welche zwar

ſehr groß wird, aber nicht viel beſſer, als jene oben er⸗

waͤhnte iſt.

XIV. Den 9. Juni ſchiffte ich mich zu Ech⸗ mimm ein, um auf das weſtliche Nil⸗Ufer uͤberzuſe⸗

tzen, und den Weg wieder zu Lande nach Farſchut

anzutreten. Den ganzen Tag herrſchte eine auſſeror⸗

dentliche Hitze; Menſchen und Thiere waren wie er⸗

ſtickt, nur mit Muͤhe konnten ſie weiter kommen. Wir reiſten um Dſchirdſche(Girge), Ober⸗ Aegoptens Hauptſtadt, und langten Abends in dem