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bekam, und ſchickte ihnen einen Pataken fuͤr das Nacht⸗ Quartier, welchen ſie aber nicht anzunehmen wagten. Man konnte das Kloſter im Vergleiche mit den Haͤuſern der Einwohner fuͤr einen Palaſt anſehen. Ka⸗ tholifche Kopten halten ſich zu Echmimm in großer Menge auf. Sie hatten hier, wie zu Tahta, einen Pfarrer von ihrer Nation, welcher 10 Jahre zu Rom
gelebt hatte, italieniſch und ziemlich gut lateiniſch ſprach.
Waͤren die Haͤuſer in SEchmĩimm von einer beſſern Bauart, ſo wuͤrde es eine ſchoͤne Stadt ſeyn. Die Stadt wird auf der Morgen⸗Seite von einer Kette von Bergen, und von ſteilen und kahlen Felſen umringt, welche die Hitze zuruͤckwirft, die dadurch unertraͤglich wird. Den 3. Juni um 4 Uhr Nachmittags war das Reaumuͤrſche Thermometer, welches im Schatten ſtand, bis 360 geſtiegen. Ein Nord⸗Oſt⸗Wind, ſtatt die Luft abzukuͤhlen, erbitzte ſie vielmehr.
Panopolis und Chemmis ſind unter zwei Namen, wovon einer griechiſch, der andere aͤgyptiſch iſt, eine und dieſelbe Stadt; den aͤgyptiſchen Namen findet man noch heut zu Tage in dem Namen Ech⸗ mimm. Gegen Morgen ſieht man noch nahe bei der Mauer der neuen Stadt, Spuren von der alten.
Der Pfarrer der katholiſchen Kopten hatte die Ge⸗ faͤlligkeit, mir die Merkwuͤrdigkeiten von Echmimm und ſeiner Umgegend zu zeigen, worauf er mich in ſein


