Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Die Moſchee in dem Dorfe nahe bei Antinoe enthaͤlt das Grab und die Reliquien eines Heiligen, welcher dieſem Orte den Namen Scheik Abads ge⸗ geben hat. Wir entfernten uns von der Stadt An⸗ tinoe und warfen im Angeſichte von Mellavui, s Meilen von Scheik Abadsé Anker. Mellavui, eine kleine Stadt von ziemlich ſchoͤnem Anſehen, iſt ½ Meile vom weſtlichen Nil⸗Ufer entfernt. Die um⸗ liegende Ebene iſt beſonders an Weitzen, wovon eine große Menge nach Arabien geſchafft wird, fruchtbar.

Den s. April trafen wir Abends in Manfelut ein, welches bei 10 Meilen von Mellavui entfernt iſt. Zwei Meilen unter Manfelut bhildet das oͤſtliche Nil⸗ufer eine ſehr hohe Gebirgs⸗Kette, welche ganz aus nackten Felſen beſteht. Man nennt dieſe Felſen⸗ Reihe das Gebirge Abufeda, nach dem Namen eines Mahomedaniſchen Hetligen, welcher hier begraben liegt, und zu deſſen Ehre eine kleine Kapelle hier erbaut iſt. Um dieſes Denkmal wohnen in Hoͤhlen die fuͤr Aegyp⸗

ten furchtbarſten, und am ſchwerſten auszurottenden

Seeraͤuber.

Die Stadt Manfelut iſt ziemlich betraͤchtlich, und ſchoͤner als Miniet. Ihre Gaſſen ſind breiter und offener; das umliegende fruchtbare Land macht ihre Lage angenehm, und fruchtbare Baͤume, uͤber wel⸗ che zahlreiche Dattelbaͤume hervorragen, beſchatten ihre Mauern. Man treibt mit Getreide und Leinwand Handel. Manfelut gerade gegenuͤber liegt am oͤſtli⸗