Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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647 nitſaͤulen, und noch aufrechtſtehende beweiſen, daß Mi⸗ niet auf der Stelle einer aͤltern Stade ſteht. Ueber den Namen derſelben ſind die Gelehrten nicht einis⸗

Den 2. April regnete es, was etwas Auſſerordent⸗ liches in Ober⸗Aegypten iſt. Den 3. reiſten wir von Miniet ab, und hielten nach 3 Meilen in dem Dorfe Mulahg. Es gehört zum Kaſcheflik Miniet, und ſteht, wie dieſe Stadt, am weſtlichen Nil⸗Ufer. Den 4. brachten uns Nordwinde mit einer gefaͤhrlichen Schnelle zu dem Raͤuber⸗Neſte Scheik Abade, auf der Oſtſeite des Nils. Die große Menge von Ruinen, und lange Reihen von Schutthaufen beweiſen, daß im Alterthume hier eine große Stadt geweſen, naͤmlich das von Hadrian erbaute Antinoe. Es war auf der Stelle des alten aͤgyptiſchen Abidus erdbaut worden.

Die verwilderten Meuſchen, welche um die Truͤm⸗ mer der Stadt Hadrians wohnen, ſtoßen die noch ſtehenden Theile von Gebaͤuden um, damit ſie ihren Hang zum Zerſtoͤren befriedigen. Zur Zeit Wansle⸗ bens und Paul Lukas waren weit mehr Bruch⸗ ſuuͤcke vorhanden, als ich autraf.

Auf der Ruͤckſeite des Gebirges, welches gegen Morgen den alten Umfang von Antinoe einſchließt. bemerkt man noch eine große Menge in den Felſen ge⸗ machter Oeffnungen, welche ohne Zweifel Begraͤbniß⸗ Plaͤtze oder Katakomben waren. Die unwiſſenden Ein⸗ wohner ſchreiben dieſe Hoͤhlen boͤfen Geiſtern zu.