Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

646 G

Fabrik von groben Teppichen macht es zum Handels⸗ orte; die umliegende Gegend iſt fruchtbar und ſchoͤn. Den 28. laugten wir in der Nacht bei dem gro⸗ ben Dorfe Bébé an, welches am naͤmlichen Ufer, gleichfalls wie Beniſuef, der Sitz eines Kaſchefs iſt, und von demſelben 3 Meilen entfernt liegt. Man ſieht daſelbſt eine Moſchee und ein koptiſches Kloſter, Den 29. ſetzten wir bei heiterem Wetter unſere Reiſe fort. An dem oͤſtlichen Nil⸗Uſer zeigen ſich hohe

und ſteile Sand⸗ und Felſenberge, welche das Fluß⸗

bett einſchraͤnken und eine Kette unbezwinglicher Waͤlle bilden. Sie ruͤcken manchmal bis an den Nil vor, und machen durch ihre Engen, welche ſie bilden, die Schifffahrt gefaͤhrlich. Der Name dieſer Felſenkette Dſiebelel Teir(Vogelgebirge) gibt ihre Bewoh⸗ ner zu erkennen. 4

Nach einer beinahe 5 Meilen langen Fahrt war⸗ fen wir Abends bei dem ziemlich großen Dorfe Scheik Zaiar am weſtlichen Ufer Anker.

IX. Den 30. langten wir in dem wohlgebauten Orte Senon⸗Seni am naͤmlichen Ufer an; am 31. brachte uns ein angenehmer kuͤhler Nordwind bald zur ziemlich artigen Stadt Miniet am weſtlichen Ufer. Die Bazars ſind gut eingerichtet; die Stadt iſt ſtark bevoͤlkert und treibt einigen Handel. Man verfertigt hier irdene Gefaͤße, Bardacks, in welchen das Waſ⸗ ſer Kuͤhle erhaͤlt. Man nimmt den Thon aus der um⸗ liegenden Gegend. Umgeſtuͤrtzte und zerbrochene Gra⸗