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chen Nil⸗Ufer ein großes koptiſches Kloſter mit ganz hohen Mauern; vermittelſt einer Winde wird man in einem Korbe hinaufgezogen, daher der Name Win⸗ den⸗Kloſter.
Den 6. begaben wir uns nach Siut, welches et⸗ was uͤber 6 Meilen von Manfelut entfernt iſt. Der Nil iſt dieſe Strecke uͤber geſchlaͤngelt und ſeine Fahrt iſt beſchwerlich und gefaͤhrlich.
Siut, eine der groͤßten Staͤdte Ober⸗Aegyptens, liegt 1/4 Meile von dem Nil, an ſeiner Weſtſeite bei einem ſteilen Berge. Ein Kanal leitet das Flußwaſſer dahin; uͤber dieſen fuͤhrt eine ſchoͤne gothiſche Bruͤcke, mit 3 Bogen aus Quaderſteinen. Sie hat die naͤmli⸗ che Lage wie die alte Stadt Lykopolis. Eine vier⸗ tel Meile hinter Siut bilden Berge ein unfruchtbares Felſen,Amphiteater. Die Seite dieſer Berge, welche nach dem Nil liegt, ſcheint in der Ferne mit verſchie⸗ denen Loͤchern wie durchbohrt zu ſeyn. Dieß ſind Oeffnungen zu den Hoͤhlen, welche man in den Kalk⸗ Felſen gemacht hat. Einige von dieſen Bergen ſind
rund gewoͤlbt; andere ſtellen ein laͤngliches Viereck vor. Sie ſind von ſchoͤner Arbeit und voll ſymboliſcher Fi⸗ guren, zwiſchen welchen man aus⸗ und inwendig die Geſtalt eines Menſchen von natuͤrlicher Groͤße bemerkt, welche die Hand auf einen Stock ſtuͤtzt. Der groͤßte Theil der Hoͤhlen bildet ſehr geraͤumige und ungefaͤhr 30 Fuß hohe Saͤle. Man ſieht an den Decken und in den Vertieungen der Figuren Ueberreſte von Malerei.
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