Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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zwei Frauenzimmer zuſammen, indem ſie einander gegenuͤber, ſich einander naͤhern, und mehrere Augen⸗ blicke um die Wette und im Takte bei einer lebhaften Bewegung ihrer Huͤften zubringen. Dieſes Schau⸗ ſpiel lockte immer zahlreiche Zuſchauer, und die Frauen⸗ zimmer ſahen es gerne durch ihre Fenſtergitter.

Dieſe TDaͤnzerinnen tragen am Daumen und am Zeige⸗Finger jeder Hand ein kleines Becken, welches ſie taktmaͤßig an einander ſchlagen. Ihr Geſicht iſt nicht verſchleiert. Die meiſten haben ſich durch die Naſenloͤcher einen Ring gezogen. Wenn ſie ihren Schleier herab laſſen, ſingen oder ſchreien ſie viel⸗

mehr aus vollem Halſe.

Nach den Taͤnzerinnen kommen die Taſchen ſpie⸗ ler, bei welchen ebenfalls, wie bei uns, ein Hans⸗ wurſt den Poͤbel beluſtigt.

Auf dem Wege von Bulak nach Kairo wird man haͤufig von Improviſatoren belaͤſtigt, welche zur Ehre jedes Fremden fuͤr Geld einige Verſe ver⸗ fertigen.

Außer dieſen Schauſpielen ſah ich auch einen Hochzeit⸗Zug voruͤber gehen. Wenn man wegen der Bedingungen der Heirath uͤberein gekommen iſt, geht die Braut immer in Begleitung eines großen Gefol⸗ ges aus. Trommelſchlaͤger und Hoboiſten gehen vor⸗ aus, die Braut wird unter einer Art von Baldachin umher gefuͤhrt. Der erſte Gang iſt in das Bad, wo die Braut des geheimnißvollen Schleiers der Natur

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