Kairo wird durch keine Feſtungswerke geſchuͤtzt. Die mit ſchoͤnen Thuͤrmen verſehenen Mauern ſchlie⸗ ben die Stadt nicht gaͤnzlich ein. Die Außenſeite von Kairo iſt gegen Oſt mit ſchoͤnen Gebaͤuden be⸗ deckt, deren groͤßter Theil halb eingeſtuͤrzt iſt; ſie ſind die Graͤber der alten aͤgyptiſchen Sultane.
Von der Einfaſſung auf der Oſtſeite der Stadt gelangte ich zu dem Berge, auf welchem das Schloß ſteht. Von hier holt man die Steine, welche man in Kairo zum Bauen der Haͤuſer noͤthig hat.
Durch die Mitte der Stadt geht von Weſt bis Nord⸗Oſt ein breiter Kanal, deſſen Muͤndung etwas uͤber Alt⸗Kairo iſt, Ueber denſelben fuͤhren ver⸗ ſchiedene Bruͤcken, welche auf jeder Seite eine Reihe von Haͤuſern haben. Sein Bett iſt, wie die arabi⸗ ſchen Geſchichtſchreiber mmelden⸗ mit Marmor ausge⸗ mauert. t Waͤhrend meines letzten Aufenthaltes zu Kairg ſah ich oͤffentliche Taͤnzerinnen, deren Schritte und Spruͤnge keine Aehnlichkeit mit den Taͤnzen in unſern Laͤndern haben. Mit der groͤßten Behaͤndig⸗ keit, aber auch zugleich mit vieler Unanſtaͤndigkeit be⸗ wegen ſie die Lenden hin und her, ohne Bewegung des uͤbrigen Koͤrpers.
Dieſe Bewegungen unterbrechen ſie durch ſchnelle und leichte Spruͤnge. Sie fuͤhren dieſe Taͤnze bei dem Schalle einer Hoboe, einer Laute mit 3 Saiten und einer kleinen Schellentrommel auf. Gewoͤhnlich tanzen


