Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Thier, auf welchen die Chriſten aller Nationen in der Hauptſtadt reiten durften. Selbſt die mahomedani⸗ ſchen Kaufleute, die reichſten Einwohner, und Frauen⸗ zimmer von hoͤchſtem Range, bedienen ſich der ſelben. Man bedient ſich der Eſel auf der langwierigen Reiſe nach Mekka. Auf den oͤffentlichen Straßen von Kairo fand man ooͤllig geſattelte und aufgezaͤumte Eſel zum Miethen; ſie dienten ſtatt der Mieth⸗Kut⸗ ſchen. Die Eſel ſind daſelbſt ein Gegenſtand des Lu⸗ rus, und die europaͤiſchen Kaufleute mußten 1779 ei⸗ nen gezwungenen Geldbeitrag, einen Vorſchuß von 500,000 Franken bezahlen, weil ſie ſchoͤnere Eſel, als die Gemahlinnen der Beys hatten. 1 Bei den alten Aegyptern waren die Eſel ſo ver⸗ haßt, daß die Einwohner von Coptos ſie von der Hoͤhe eines Felſen hinab ſtuͤrzten, und die Buſiri⸗ ten und Lycopoliten auf keiner Trompete blie⸗ ßen, weil der Schall dieſes Inſtrumentes nach ihrer Meinung dem Eſels⸗Geſchrei gleichen ſollte. Bei den ausgezeichnetſten Pferde⸗ und Eſel⸗Racen muß Aegypten natuͤrlicher Weiſe auch die ſchoͤnſten Mauleſel beſitzen.* 12 4 Ich bin nur ſelten in der Stadt Kairo herum gegaugen. Als ich das erſte Mal daſelbſt ankam, war

alles in Unruhe, Unordnung und Aufruhr. Die Thore

vor dem Bezirke der Franzoſen waren faſt ſtets ver⸗ ſchloſſen, und man konnte nicht ohne Lebensgefahr ausgehen.