Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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634 theidigte, und damals auf allen Seiten zuſammen ſtuͤrzte.

Man bemerkt darin Ueberreſte von großen und praͤchtigen Saͤlen, welche noch eines Theils die koſt⸗ barſten Granit⸗ und Marmor⸗Saͤulen ſtuͤtzen. In der Mitte des Schloſſes iſt eine Hoͤhlung, Joſephs⸗ Brunnen genannt, weil ſie ein Werk des Veziers

Joſeph iſt, welcher ſie⸗ unter den Befehlen des Sul⸗ tan Mahomed, Cglaun'sSohune, machen ließ. Dieſer Brunnen, in einen kalkartigen und weichen Felſen gegraben, beſteht aus zwei Abſaͤtzen, welche nicht mit einander ſenkrecht laufen; eine Treppe fuͤhrt hinab. Bei dem erſten Abhange drehen Ochſen durch ein Rad ein ſehr ſalziges Waſſer herauf.

Die Beys hatten ein Huͤlfs⸗Korps Infanterie aus Barbaresken beſtehend; ſie ſind außerordentlich luͤgenhaft, rachſuͤchtig, grauſam und treulos. Dieſe Mogrebinen(Leute von Weſt) gingen in weißen Maͤnteln ohne Naht, und mit einer laugen ſpitzigen Kapuze umher, und verkauften ſich an jeden, der ſie kaufen wollte.

VI. Die Eſel, deren Art ſo nahe an das Pferd graͤnzt, ſind auch in dieſen Himmelsſtrichen am beſten und ſchoͤnſten. Sie werden ſehr geſchaͤtzt, und ſind ſehr theuer; ihre Augen ſind lebhaft, und ihr Koͤrper iſt ſtark und dick. Ihr Tritt iſt ſicher, ihr Gang leicht und geſchwind, lebhaft und ſanft. Man reitet ſehr angenehm auf ihnen. Die Eſel ſind das einzige