Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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paͤiſchen Konſuln konnten zwar ausreiten, machten aber ſelten von dieſem Vorrechte Gebrauch, und zwar bloß, wenn ſie auf das Land gingen, und wenn ſie bei dem Antritte ihrer Stelle und bei dem Abgange von derſelben ſich zur Audienz bei dem Paſcha bega⸗ ben. Von dieſem gefaͤhrlichen Vorrechte machten die Konſuln nur zitternd Gebrauch: denn ſie kamen nie⸗ mals ohne Anfaͤlle von Seite des Poͤbels weg.

Ich ſelbſt befand mich zu meinem großen Leidwe⸗ ſen bei einer ſolchen Zeremonie, als es naͤmlich dem General⸗Inſpector Tott einſiel, eine oöͤffentliche Au⸗ dienz bei dem Paſcha von Kairo zu haben. Unter Verwuͤnſchungen des Poͤbels langten wir in dem Schloſſe an. Wir ließen Geldſtuͤcke auswerfen, aber dieſe konnten nichts, als einen Steinhagel abwenden, welcher ſich in Schmaͤhungen verwandelte. In den Franken⸗Bezirk zuruͤck gekehrt, hoͤrten wir einen Laͤrm 1 anderer Art. Jede Wache, jeder Bediente, jeder Stallknecht forderte eine Belohnung; von einer andern Seite ließ ſich der Janitſcharen⸗Aga mit ſeinen An⸗ forderungen melden.

Das Schloß von Kairo liegt auf der Ruͤckſeite der Kette von Gebirgen, welche ſich an der Oſtſeite des Nil befindet, und den Namen Mokattam(be⸗ hauenes Gebirge) fuͤhrt. Es beherrſcht die Stadt, und wird auf allen Seiten von Thuͤrmen beſchuͤtzt, welche mit einigen Kanonen von ſchlechtem Calibre verſehen ſind; es iſt die einzige Feſtung, welche Kairo ver⸗