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Die aͤgyptiſchen Pferde ſind die ſchoͤnſten. Eine große Geſtalt, ein vortheilhaft ſtehender Kopf, ein angenehm gebildeter Hals, ein runder, ſtarker Ruͤcken, ſchwache und nervige Beine, Leichtigkeit und Sicherheit in dem Gange, edle und ſtolze Stellungen; endlich ein ſchoͤnes Verhaͤltniß zwiſchen allen Gliedern, geben ihnen das ſchoͤnſte Anſehen. Allein dieſe Pferde ſind nicht ſo dauerhaft, wie die arabiſchen. Man laͤßt dieſer ausgezeichneten Pferde⸗Race nur zwei Ar⸗ ten von Schritten, den großen Schritt und den ſehr verlaͤngerten Galop machen; den Trab kennen dieſe Pferde nicht. Große Vorſicht wendet man auch an bei dem Fuͤttern und Reinigen derſelben. Die Pferde erhalten bloß Haͤckerling und Gerſte. Alle haben im Stalle den Kopf frei und feſſellos. Sie werden im Stalle und im Freien mit den vier Fuͤßen an einem Stricke feſt gehalten, welchen man an einem hinter ihrem Ruͤcken eingeſchlagenen Pfahle feſt bindet. Den Huf ihrer Fuͤße bedeckt ein Halbzirkel ohne Erhoͤhung, welcher hinreichend iſt, ſie gegen Verletzungen zu ſchuͤtzen, weil es weder Koth, noch gepflaſterte Stra⸗
ben gibt. 3 Das Pferd war zu Kairo ausſchließlich fuͤr die herrſchende und ausgezeichnetſte Volksklaſſe, fuͤr die Krieger vorbehalten. Die Prieſter, gegen welche die dummen Anhaͤnger Mahomeds eine große Ehrfurcht hegen, durften auf den Straßen der Hauptſtadt Aegypten's nicht zu Pferde erſcheinen. Die euro⸗


