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auf eine ſchmerzhafte Weiſe beraubt wird. Nachher ſucht man ſie durch verſchiedene Vergnuͤgungen zu zer⸗ ſtreuen. Man zieht ihr verſchiedene Kleider von Mannsperſonen an. Mit dieſen Verkleidungen bringt man einen Theil des Tages zu.
Einige Tage ſpaͤter fuͤhrt man die Braut unter derſelben geraͤuſchvollen Begleitung zu dem Braͤuti⸗ gam. Voraus geht eine große Menge von Leufen, welche die Mitgabe der Tochter traͤgt. Je zahlreicher die Art von Geraͤthen iſt, deſto mehr wird die Eitel⸗ keit befriedigt. Dieß iſt die erſte Zufammenkunft; vorher ſehen ſich die Verlobten nicht. Die Braut zeigt ſich in verſchiedenen Mannskleidern, und wieder⸗ holt die naͤmlichen Verkleidungen, worin ſie ſich im Bade geuͤbt hatte. Der Geſchmack der Frauenzimmer in dieſen Laͤndern, ſich in Mannsperſonen zu verklei⸗ den, iſt ein bemerkenswerther Umſtand.— Die uͤbri⸗ gen Szenen der Hochzeit will ich, weil man ſie nicht, ohne die Anſtaͤndigkeit zu beleidigen, erzaͤhlen kann, uͤbergehen. 6
Bei der Beſchneidung der Kinder zeigen die Aegypter, wie die Tuͤrken, die groͤßte Pracht.
Die Stadt Kairo war die Handels⸗Niederlage von faſt allen Nationen der Erde. Sklaven liefert vorzuͤglich Nubien. Zu Kairo haͤufte man dieſe Ungluͤcklichen in einem großen Gebaͤude auf einander; bier kaun ſie Jedermann unterſuchen, befuͤhlen, unter


