Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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reißt die Stengel aus, und traͤgt ſie auf eine große Tenne zuſammen. Man laͤßt alsdann Ochſen daruͤber treten, und faͤhrt mit einem kleinen Wagen darauf herum, welcher das Stroh zerſchneidet, und es vom Kerne trennt.

Weaitzen⸗Aehren vor ihrer Reife abgeſchnitten, ge⸗ trocknet, im Ofen geroͤſtet, geſtoßen, und mit Fleiſch gekocht, ſind in Unter⸗Aegypten ein gemeines Ge⸗ richt, Ferik genannt.

Die Kuͤnſte des Mahlens und Backens ſind in Aegypten noch in ihrer vöͤlligen Kindheit. Man fin⸗ det weder Waſſer⸗ noch Windmuͤhlen. Das Brod hat die Geſtalt kleiner Kuchen, die Rinde iſt weich; es iſt ſchwer zu verdauen. In den Staͤdten baͤckt man fei⸗ nere Arten von Brod, und ſtreut ſchwarze Kuͤmmel⸗ Koͤrner, im Arabiſchen Habs ſodé(ſchwarzes Korn) oder Habé Baraké(geweihtes Korn) darauf. Eine andere Art kleinen Brodes uͤberſtreut man mit Se⸗ ſam. Dieſe beiden Arten von Kuchen gehoͤren unter die Leckerbiſſen der Luxurioſen. Aegypten bringt im reichlichen Maße Gerſte und Flachs hervor, und erzeugt die Pflanze, aus welcher man Indigo zieht; ſie fuͤhrt den Namen Nile; betraͤchtlich iſt der Er⸗ trag des Zuckerrohrs. 8

Die Arten von Fruchtbaͤumen ſind zahlreich. Die

Feigen⸗Baͤume liefern einen Ueberfluß von ſuͤßem und

markigem Fleiſche, und von verſchiedener Guͤte; kein Baum aber iſt mehr verbreitet, als die Dattelpalme.