Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

629

III. Den Tag meiner Abreiſe nach Kairo toͤd⸗ tete ich auf dem Nile bei Raſchid einen Vogel, welcher mit dem Flußtaucher viel Aehnlichkeit hat. Man nennt ihn in Aegypten Farha Reheit (Waſſer⸗Huhn).

Auf meiner Reiſe nach Kairo den Nil hinauf, fand ich bei Jagnuß die Ueberreſte einer alten Stadt. Die Stelle, wo die Truͤmmer um Jagnuß liegen, bezeich⸗ net wahrſcheinlich den Platz, wo eine alte Stadt geſtan⸗ den war; hier kaufte ich mehrere antike Figuren. Auf dem gegenuͤber liegenden ufer ſteht das Dorf Ikmas.

Wegen Windſtille mußten wir zu Terrena Halt machen; wir trafen mehrere kleine Fahrzeuge an. Der Fang der Fiſcher beſtand in Sohalls, Ka⸗ ſchoüss, Herſés, Karmuths, Keſcherés, Sohillis, Buris und Breillingen.

Die alten Aegypter durften keinen Fiſch eſſen, welcher keine Schuppen und ein weiches Fleiſch hatte, und in der Diefe eines ſchlammichten Fluſſes lebte. Mit guͤnſtigem Winde naͤherten wir uns dem Hafen von Kairo, welcher immer mit Fahrzeugen angefuͤllt iſt. In dem angenehmen Flecken Bulak auf dem oͤſtlichen Ufer dieſes Hafens ſtieg ich an das Land, und Eſel brachten mich und meine Gekaͤhrten nach Kairo, welches nur eine halbe Meile davon entfernt liegt. Daſelbſt wohnte ich in dem verlaſſenen Hauſe des franzoͤſiſchen Konſuls.

IV. Kairo, im Arabiſchen Maß genannt, iſt