Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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will in der Kirche eines andern Meſſe leſen, daher gibt es eine Menge Kapellen, gleich wie Griechenland viele, kleine Goͤtzen⸗Tempel hatte. Noch viel anders baben die Griechen aus dem Heidenthume beibehalten, wohin beſonders gehoͤrt, daß ſie ihre Heiligen tanzen laſſen, und dabei mit Pfeifen und Trommeln ſpielen.

Zu gewiſſen Zeiten duͤrfen die Weiber nicht in die Kirche gehen; ſie muͤſſen vor der Thuͤre ſtehen bleiben, und man gibt ihnen weder das Abendmahl, noch laͤßt man ſie die Bilder kuͤſſen, als waͤre ihr Odem giftig.

Der Gebrauch der Glocken iſt den Griechen durch die Tuͤrken verboten worden. Sie haͤngen deßwegen Eiſenbleche an Baumaͤſte, an die man mit kleinen Haͤmmern ſchlaͤgt. Auf dieſe Weiſe haben ſie auch eine Art Glocken⸗Spiel, das aber nicht angenehm zu hoͤren iſt.

Die Papas fuͤhren das beichtvaͤterliche Amt. Wenn ihnen jemand bekennt, daß er geſtohlen habe, ſo fra⸗ gen ſie nur, ob man einen Einwohner des Landes, oder einen Fremden beſtohlen habe? Wenn der Buß⸗ fertige antwortet, daß ein Fremder der Beſtohlene ſey, fo ſagt der Papas: das iſt keine Suͤnde, wenn ihr nur den Raub mit mir theilt. Die ganze Beichte iſt eigentlich nichts anders, als die Einforderung einer Taxe, welche der Prieſter nach Willkuͤhr auf ihre Suͤnden legt.