Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Speiſeſaales, um den Segen der Religioſen zu em⸗ pfangen, wenn ſie denſelben verlaſſen.

Das Leben der Einſiedler iſt das haͤrteſte unter allen. Sie eſſen des Tages nur einmal, und kaum iſt die Speiſe, die ſie genießen, hinlaͤnglich, ſie vom Tode zu retten. Sie wohnen in den fuͤrchterlichſten Hoͤhlen, und gerathen oft auf bedauerungswuͤrdige Ausſchweifungen.

Die griechiſchen Nonnen leben nicht ſo gar ſtrenge. Die meiſten ſind Buhlſchweſtern und fuͤhren unter der Aufſicht einer nicht gar ſtrengen Oberin nur ein etwas weniger aͤrgerliches Leben, als in ihrer Jugend.

Am gruͤnen Donnerſtage waſchen die eifrigſten Biſchoͤfe zwoͤlf Papas die Fuͤße. Es wird das Grab Chriſti in Prozeſſion, auf ein Brett gemalt, herum getragen, und am Oſtertage fangen Alle zu ſingen an: Jeſus Chriſtus iſt auferſtanden. Dabei umarmen ſich die Anweſenden und thun einige Piſtolen⸗Schuͤſſe, welche oft Haar und Bart der Papas antuͤnden. Dieſe geiſtliche Freude dauert bis Pfingſten, und wer ſich begegnet, ruft ſich zu:Chriſtus iſt auferſtanden! Die Faſten iſt ſehr ſtrenge; Kinder, Alte und Kranke ſind nicht einmal davon ausgenommen. Dagegen liegt ihnen die Ausuͤbung der chriſtlichen Tugenden weit weniger am Herzen. Die Zahl der griechiſchen Prieſter iſt viel groͤßer, als in andern chriſtlichen Laͤn⸗ dern. Man findet allemal 10 12 Moͤnche, oder Pa⸗ pas, ehe man einen Laien antrifft. Kein Geiſtlicher