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koſten darf. Um dieſen Keller zu ſegnen, liest er alle Jahre, nach der Weinleſe, folgendes Gebet ab:„Herr Gott! der du die Menſchen liebſt, richte deine Augen auf dieſen Wein, und auf diejenigen, die ihn trinken. Segne unſere Oxthofte, wie den Brunnen Jakobs, und den Teich Siloa“ u. f. w.
Der Superior gab uns zwei Religioſen als Weg⸗ weiſer auf den Berg Ida. Wir erreichten den Gipfel deſſelben erſt nach zwei Tagen, nach vielen Beſchwer⸗ niſſen und elenden Nachtlagern, auf den Schaͤfereien, die noch zum Kloſter gehoͤrten. Der Berg liegt faſt in der Mitte der Inſel; man ſieht links und rechts das Meer, ſonſt aber iſt darauf nichts von ſolcher Be⸗ deutung, daß es ſich der Muͤhe lohnte, ſeine Kraͤfte ſo grauſam anzuſtrengen. Auf dem Ruͤckwege ruhten wir an einem windſtillen Orte aus, um Zitronenwaf⸗ ſer(Sorbet) zu machen. Dasjenige, welches insge⸗ mein die Tuͤrken trinken, iſt nichts anders, als ein aus Roſinen bereiteter Trank, worein ſie eine Hand voll Schnee werfen. Wir aber fuͤllten unſere Scha⸗ len mit Schnee, ſtreuten Zucker dazwiſchen und go⸗ ßen dann uͤber alles einen vortrefflichen Wein, mit welchem der Superior uns ein Geſchenk gemacht hatte. Nach einem muͤhſamen Herabſteigen uͤber die fuͤrchter⸗ lichſten Klippen, gelangten wir endlich in die ſchoͤne, fruchtbare Ebene von Kandia, die ſich gegen Gira⸗ petra erſtreckt.


