Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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eine Mode, die bei den Tuͤrken ſehr gewoͤhnlich iſt, auch wenn ihnen gar nichts fehlt. Im Verfolge un⸗ ſerer Reiſe mußten wir auch eine Nacht in einer fuͤrch⸗ terlichen Einoͤde, bei einer Quelle zubringen, wo wir bei dem Scheine von zwoͤlf großen Stein⸗Eichen, welche unſere Fuͤhrer angezuͤndet hatten, unſere Abend⸗ mahlzeit hielten. Dieſe Fackeln leuchteten die ganze Nacht, und die Waͤrme, welche ſie in der Luft ver⸗ urfachten, machte uns viel Vergnuͤgen; denn wir wa⸗ ren ſehr nahe an den Hoͤhen der mit Schnee bedeck⸗ ten Gebirge.

Der Ruͤckweg fuͤhrte uns nach Kandia, dann nach Damaſta, Daphuedes, zuruͤck nach Cauea, das wir aber am 28. Juni wieder verließen, um den Berg Ida und das Labyrinth zu beſehen. Am Fuße des erſtern liegt ein großes Kloſter, Arcadi, ganz im gothiſchen Geſchmacke erbaut. Darin waren mehr als hundert Religioſen und zweihundert auf dem Lande, die ſich mit Beſorgung ihrer Meiereien beſchaͤftigten. Der Superior des Hauſes nahm uns freundlich auf. Da diejenigen, welche dergleichen Stellen bekleiden, ernſthafte, ehrwuͤrdige Maͤnner ſind, ſo wagt man nicht, ihnen fuͤr die verurfachten Koſten Geld anzu⸗ bieten; man laͤßt alfo einen Zeckin in den Weih⸗Keſſel fallen. Der Keller iſt im Kloſter der ſchoͤnſte Ort. Man findet daſelbſt mehr als 20o Faͤſſer mit Wein, deſſen beſter mit dem Namen des Superiors bezeich⸗ net iſt, welchen Niemand ohne ſeine Erlaubniß ver⸗