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Alle Fruͤchte haben da einen vortrefflichen Ge⸗ ſchmack. Zu Retimo ſelbſt nahm uns der Vizekon⸗ ſul von Frankreich, Dr. Patelearo, freundlich auf; der gute, alte Mann war im Umgange noch ſehr an⸗ genehm. Als die Tuͤrken Canea eroberten, wurde ſeine Mutter nach Konſtantiuop el gefuͤhrt, und als eine ſchoͤne Sklavin dem Groß⸗Vezier zum Ge⸗ ſchenke gemacht, worauf ſie zu großen Ehren und Reichthuͤmern gekommen iſt. Damals ſtudirte Pa⸗ teliaro zu Padua, und als er zuruͤck gekommen und das Schickſal vernommen hatte, reiſete er nach Konſtantinopel Seine Mutter erkannte ihn an einer Warze, die er hinter dem Ohre hatte, und wollte ihn uͤberreden, ein Muſelmann zu werden; man gab ihm deßwegen betraͤchtliche Laͤndereien in der Wallachei. Allein er ſtattete ſie nach einigen Tagen wieder zuruͤck, mit der Verſicherung, daß er in der Religion ſeiner Vaͤter ſterben wolle. Von jener Zeit lebte er hier, unter franzoͤſiſchem Schutze, ganz ruhig.
Am 28. Mai langten wir, nachdem wir durch ein ſehr rauhes und duͤrres Land gekommen waren, zu Kandia au. Wir hatten auf einem Gebirge eine, in die Felſen gehauene Treppe pafſirt, welche die Pferde nicht ohne Gefahr uͤberſchreiten koͤnnen. Un⸗ ſere Fuͤhrer ſuchten unſern Ehrgeitz zu reitzen; ſie ſprengten mit erſtaunungswuͤrdiger Verwegenheit vor⸗ an; wir aber folgten ihnen auf dem Fuße nach.


