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Canea hat ſtarke Mauern, und gegen die Land⸗ ſeite ein einziges Thor. Die Venetianer verwendeten einſt auf die Befeſtigung viel Sorgfalt. Der Hafen iſt dem Nordwinde(Tramontane) ſehr ausgeſetzt; doch wuͤrde er ſehr gut ſeyn, wenn man ihn in einem beſ⸗ ſern Stande erhalten wollte. Man ſieht daſelbſt noch die Ruinen eines ſchoͤnen Arſenals, worin die Vene⸗ tianer ihre Galeeren bauten. Die Gewoͤlber der Werk⸗ ſtaͤtten ſind nun leer: denn die Tuͤrken arbeiten hier nichts mehr, wie ohnehin ihre geringſte Sorge iſt, die Haͤfen und die Mauern der Stadt gehoͤrig zu un⸗ terhalten. Etwas mehr Fleiß verwenden ſie auf die Brunnen, weil ſie ſtarke Waſſertrinker, und nach ih⸗ rer Religion verbunden ſind, alle Theile des Koͤrpers oͤfters zu waſchen. Der Eingang des Hafens von Canea wird linker Hand durch ein kleines Fort be⸗ ſchuͤtzt, wo der Leuchtthurm iſt. Wenn man den Leuchtthurm voruͤber iſt, trifft man eine ziemlich ſchoͤne Moſchee; dabei ſteht ein Haus der franzoͤſiſchen Ka⸗ puziner.
Die Haͤuſer zu Canea ſind, wie in der ganzen Levante, in der Regel ſehr ſchlecht; die beſten Ge⸗ baͤude haben nicht mehr, als zwei Stockwerke, von denen das erſte der Erde gleich iſt, und als Keller und Stall gebraucht wird. Die Mauern ſind aus Qua⸗ derſteinen. Durch eine ziemlich enge, holzerne Treppe kommt man in den zweiten Stock, wo verſchiedene


