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groß. Hierher wurden nur angeſehene Gefangene oder Staats⸗Verbrecher gebracht. Die Wohnungen derje⸗ nigen, welche erdroſſelt werden ſollen, ſind von ein⸗ ander geſondert, und von den uͤbrigen ziemlich weit entfernt. Die hier befindlichen Großen werden aus⸗ druͤcklich auf den Befehl des Sultans hierher gebracht, und koͤnnen nur von ſeiner Gnade Erloͤſung hoffen. Die Gefangenen werden hier nicht geſchlagen, oder zu den Galeeren gebraucht, jeder Mann erhaͤlt zu ſei⸗ nem taͤglichen Lebens⸗Unterhalte 15 Aspern. Feſſeln und ein enger Raum erhoͤhen die Qualen der Gefan⸗ genſchaft. Mit großer Muͤhe kann man die Erlaub⸗ niß erhalten, die Gefaͤngniße zu beſuchen.
Das Gefaͤngniß Bainum iſt zugleich auch Kampf⸗ und Uebungs⸗Platz fuͤr die Chriſten. Hier muͤſſen ſie die groͤßten Peinigungen ausſtehen. Den Eingang bildet ein ſehr hoher Thurm; dicke, ſchwere Stangen in großer Menge verrammeln den Eingang. Trotzige Waͤchter laſſen Niemanden eintreten, außer wenn es die Pflicht, oder der Befehl des Sultans erfordert. Eine ſehr hohe Mauer umſchließt das Gefaͤngniß, der innere Raum iſt in Wohnungen fuͤr die Wachen und Diener des Gefaͤngniſſes getheilt. Die Gefangenen ſchmachten gefeſſelt in elenden Winkeln. Nachts wird der Kopf in ein Eiſen geſperrt, an die Wand gelehnt, oder zwiſchen Balken gelegt; die Haͤnde werden mit Ketten gebunden, und die Fuͤße an einen Pfahl be⸗ feſtigt. So muͤſſen ſie, auf dem Ruͤcken liegend, alle


