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Unbeguemlichkeiten der Natur, des Ortes und jede Pein ertragen. Ihren zum Leben noͤthigen Unterhalt erhalten ſie durch Geld, welches von Hauſe zu Hauſe geſammelt oder erbettelt wird. Hier ſind auch zwei kleine Gebaͤude zum Gottesdienſt fuͤr gefangene Chriſten griechiſcher und katholiſcher Religion.
Waͤhrend des Sommers werden nur Kranke in dem Gefaͤngniſſe behalten; die Geſunden muͤſſen, an Querbalken gebunden, halb nackt, bei ſchwarzem Brode und ſchlechtem Waſſer, und unter beſtaͤndigen Peit⸗ ſchenhieben, Tag und Nacht rudern.
Den 10. November hatte der Geſandte die zweite und letzte Audienz bei dem Sultan, unter den naͤm⸗ lichen Zeremonien, wie fruͤher; nur der Ort der Au⸗ dienz war veraͤndert.
Ein ungeheuer großer, mit einer ſehr hohen Mauer eingeſchloſſener Vorhof theilt ſich in zwei Plaͤtze. Der innere Platz, wo der Divan gehalten wird, iſt mit Baͤumen bepflanzt, und dient zahmen Voͤgeln und Dammhirſchen zum Aufenthalte. Die Begleiter des Geſandten erhielten praͤchtig gewirkte Kafftan, in wel⸗ chen ſie vor dem Sultan erſcheinen mußten. Dieſer ſaß auf einem mit Edelſteinen und Gold geziertem Polſter; an der Wand ſtanden nach ihrem Range die Großen des Reiches, wie Statuen, mit auf der Bruſt zuſammen gelegten Haͤnden ohne Waffen. Bei ſeinem Eintritte kuͤßte der Geſandte das herabfließende Gewand des Sultans, und ſtellte ſich nach gemachter
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