Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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tan erwartet wurde, ſchifften einige von der Geſandt⸗ ſchaft nach Chalcedon.

Chaleedon, die Hauptſtadt Bythiniens, an dem thraziſchen Bosphorus liegt Konſtan⸗ tinopel gegenuͤber. Die Reiſenden fanden an der Stelle der alten Hauptſtadt Bythiniens, eine unbedeutende Stadt mit beilaͤufig 30 kleinen Haͤu⸗ ſern ohne Mauern, Thuͤrme ꝛc. Ehemals war die Umgebung der Stadt ſehr ſchoͤn. Chaleedon iſt von Konſtantinopel nur 13 Stadien entfernt. Hier erduldete auch die h. Jungfrau Euphemia den Martertod; von der durch ſie erbauten praͤchtigen Kirche außerhalb der Stadt ſieht man keine Spur mehr; nur auf einen Felſen am Ufer fuͤhren zwoͤlf ſteinerne Stufen zu ihrem Grabmale, welches ohne

Kunſt erbaut iſt; ringsum ſchwimmen Froͤſche aus den

Suͤmpfen, welche ſich in den Fluß ergießen. Die Gebeine dieſer Heiligen werden in der Patriarchal⸗ Kirche zu Konſtautinopel aufbewahrt. Dieſe Kirche iſt von keiner Bedeutung.

An anderen Tagen beſahen ſie zu Konſtanti⸗ nopel die Pyramiden und Koloſſen⸗Werke. Merk⸗ wuͤrdig iſt die Schlangen⸗Saͤule, welche ſich an der Spitze in 3 Schlangenkoͤpfe theilt; ſie enthielt des Theodoſius Thaten in lateiniſchen und griechiſchen Verſen, ſteht auf dem Hippodrom us, droht aber wegen des durch haͤufige Braͤnde erlittenen Schadens

einzuſtuͤrzen. Auf dem Hippodromus zeugt eine