Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Dieſe Landſchaft graͤnzt weſtlich an Mazedo⸗ nien, gegen Norden an die Donau; oͤſtlich an den Pontus und ſuͤdlich an das aͤgaͤiſche Meer. Der Palaſt des Sultans iſt in Adriano⸗ pel ganz aus Holz gebaut, roth und gruͤn angeſtri⸗ chen und mit Blei gedeckt; das Licht faͤllt durch das Dach in das Innere. Dieſes Gebaͤude ſtuͤtzen in der Laͤnge zwoͤlf ſehr hohe Saͤulen aus Eichenholz, in der Breite zu beiden Seiten nur ſechs, welche beilaͤufig 20 Fuß von einander entfernt ſind. Den Vorhof des Divans bildet theils eine Mauer, theils Pfaͤhle; zu dem Eingange fuͤhren hoͤlzerne Treppen, die Schloͤſſer der Thore ſind aus Holz, wie auch alle uͤbrigen Ge⸗ baͤude. In der Mitte eines kleinen, mit verſchiede⸗ nen Farben bemalten Ladens befindet ſich ein eine Elle großes Fenſter, hinter welchem der Sultan den Ver⸗ bandlungen des Divans zuhoͤrt.

Der Geſandte ließ dem Sultan die gebrachten, koſtbaren Geſchenke uͤberreichen. Es wurde jedes ein⸗ zeln, um die Groͤße und Pracht durch die Anzahl der Tragenden noch zu ſteigern, dem Sultan uͤber⸗ bracht.

Nach 4 Tagen brach die Geſandtſchaft gegen Konſtantinopel auf. Der Weg war gepflaſtert und erſtreckte ſich 30 teutſche Meilen weit. Mittags erreichte ſie Hampſa, ſchlug aber wegen der Peſt außerhalb deſſelben Lager; am folgenden Tage hielt ſie zu Babba an und kam uͤber Vorgaß und Ka⸗