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Pferde. Oft mußten ſie aus Mangel an Haͤuſern, und durch ſchlechte Witterung gezwungen in der gleichen Gebaͤuden einkehren. Daſelbſt ſieht man auch eine Bruͤcke aus gehauenen, viereckigen weißen Quader⸗ ſteinen, welche 440 Fuß mißt; wenn man vorne hin⸗ ein geht, ſo erblickt man zur Rechten ein mit eiſer⸗ nen Gittern verſchloſſenes Haͤuschen, in welchem ein beruͤhmter mahometaniſcher Heiliger liegt. Nahe bei dem Haupte des Verſtorbenen ſteht ein mit Federn gezierter Turban, das Grab iſt mit ſchwarzem Duche bedeckt. Bei dem Eingange wird um ein Almoſen zur Unterhaltung des Grabmals gebeten.
II. Den 1. Auguſt wurde die Reiſe uͤber eine weite Ebene fortgeſetzt; der Geſandtſchafts⸗Zug be⸗ wegte ſich dann mit großer Pracht durch das in der Naͤhe aufgeſchlagene tuͤrkiſche Lager, wurde herrlich empfangen, beſchenkt, und von vielen Vornehmen und Soldaten nach Adrianopel begleitet.
Die Wohnung des kaiſerlichen Geſandten zu Adrianopel liegt auf einer ſchoͤnen Ebene, welche von dem kleinen Fluſſe Copriza durchſchnitten wird, bei der Stadt. Der groͤßere Fluß Mariza(Hebrus) beſpuͤhlt gegen Suͤden die Mauern derſelben, wendet ſich nach Philippopoli, dann nach Trajanopel (Trajans⸗Stadt), und ergießt ſich endlich in das aͤgaͤiſche Meer. Die Stadt iſt die ſchoͤnſte in ganz Thrazien, welches jetzt Romanien heißt, weil Konſtantinopel auch Neu⸗Rom genannt wird.


