ward auch des Tages an das Land gefuͤhrt, um daſelbſt beim Abbrechen einiger Haͤuſer mitzuwirken. In die⸗ ſer Arbeit fand er unter dem Fußboden eines Kellers,
einige Muͤnzen von Kupfer, in der Groͤße eines Rechen⸗
Pfenniges, mit dem Bildniſſe einer ſtattlichen Frau. Die Sage geht unter den Griechen von Kon ſtanti⸗ nopel, daß die heil. Helena dieſe Muͤnzen geſchla⸗ gen habe, ihren Vater damit zu retten, als zur Zeit einer Hungersnoth und Theuerung ſein Hofgeſinde nichts mehr zu leben hatte.— Das Gluͤck wollte, daß einige reiſende Englaͤnder an der Straße voruͤber ka⸗ men, wo eben die Gefangenen von ihrer Arbeit wieder nach der Galeere gebracht wurden. Heberer, als er die Fremden erblickt hatte, erbat ſich die Erlaubniß, ſie anſprechen zu duͤrfen, was ihm auch geſtattet wurde. Er bot ihnen freundlich die fremden Muͤnzen zum Kaufe an, erzaͤhlte ihnen dabei auch in den traurigſten Ausdruͤcken ſein Ungluͤck und ſein beweinungswuͤrdiges Elend. Die Fremden konnten ſich dabei der Thraͤnen nicht enthalten, nahmen die alten Muͤnzen und be⸗ ſchenkten ihn dagegen mit zwei Dukaten. Sie luden ihn auch ein, wenn es moͤglich waͤre, in das Hotel des engliſchen Geſandten zu kommen; ſie wollten ſich dann uͤber ſeine Loskaufung beſprechen.— Welche Freude hieruͤber der ungluͤckliche Heberer hatte, iſt nicht zu ſchildern. Er kuͤßte den Saum ihrer Kleider, packte freudig ſeine Ketten zuſammen und wanderte auf die Galeere, wo er den erſten der Waͤchter auf die Seite


