Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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und Bart wieder gewachſen waren; dann aber ſorgte her mit bruͤderlicher Treue fuͤr deſſen Heimreiſe in das geeſegnete, liebe Vaterland.

Als aber auf dem Schiffe die Flucht des Teutſchen ruchbar wurde, gerieth der Oberſte deſſelben in einen wuͤthenden Zorn. Mit eigener Hand peitſchte er alle Gefangenen, ſtieß einem derſelben das Meſſer in den Leib, warf einen andern uͤber Bord und ließ den Skla⸗ ven⸗Aufſeher in das Eiſen des Entflohenen ſchmieden, daß er ſelbſt nun das Loos der Gefangenen theilen mußte. So vergingen einige Monden; ihr Aufenthalt hatte ſich bereits bis tief in den Winter verlaͤngert. Da wurden alle Sklaven vom Schiffe losgemacht und an einen Tuͤrken vermiethet, dem ſie Schnee und Eis in große tiefe Keller tragen mußten. Im Sommer pflegt man auch zu Konſtantinopel ſolches Eis pfundweiſe in den Kramlaͤden zu verkaufen; denn die Reichen pflegen ſich damit ihren Trank abzukuͤhlen. Die Arbeit des Schnee⸗Tragens ward den Gefange⸗ nen ſehr bitter; ſie hatten nichts als ein elendes Hemd, konnten ihre Bloͤße kaum bedecken und des Nachts mußten ſie bei der ſtrengſten Kaͤlte unter freiem Him⸗ mel ausdauern. Viele ſtarben vor Froſt; die meiſten erfroren ihre Fuͤße ſo, daß man ihre Zehen abſchneiden muste und deſſen ohngeachtet zwang man ſie, bei Tags wieder zu arbeiten.

Unſer Heberer blieb inzwiſchen, auſſer der Mar⸗ ter des Froſtes, ſo ziemlich von allem Schaden verſchont;

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