Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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ſer zu uͤbergeben. Sie gingen unter den Sklaven herum, waren luſtig und hofften auch, bald wieder frei zu wer⸗ den. Man fuhr aus dem Hafen von Alexandria, landete zu Rhodis und Mitylene, und gelangte

ohne fernern Aufenhalt in den Hafen zu Pera, der

Vorſtadt von Konſtantinopel.

Heberer hatte auf dieſer Reiſe das Ungluͤck, von ſeinem Freund Kope getrennt zu werden; denn die⸗ ſer als ein ſtarker Mann, mußte an dem vordern Theile, wo die ſchwerſte Arbeit war, ſizen; Heberer aber an dem hintern Theile. Jedoch unterhielten ſie einen Briefwechſel und eines Tages, als das Schiff ohnge⸗

faͤhr so Schritte vom Geſtade vor Anker lag, bat der

Teutſche ſeinen Freund, ihm heimlich die Feile zuzu⸗ ſtellen; denn er habe Gelegenheit ſich loszumachen. Heberer trennte ſich nicht gerne von dieſem, obwohl ohnmaͤchtigen Schluͤſſel zur Freiheit, ermahnte aber ſei⸗

nen Freund, dieſes Unternehmen wohl zu uͤberlegen;

denn jenen Sklaven die man uͤber der Flucht ertappte, wurden wenigſtens Naſen und Ohren auf der Stelle abgeſchnitten, wenn man ſich nicht etwa toͤdtete. Kope aber ließ ſich dadurch nicht irren; er wußte einen Freund zu Konſtantinopel, den Goldſchmied Rattich. Gluͤcklich entkam er auch aus den Feſſeln und aus der Galeere, ſchwamm an das Geſtade, drang durch tau⸗ ſend Gefahren und erreichte wie durch ein Wunder, das Haus ſeines Freundes. Dieſer bewahrte und be⸗ wirthete ihn mit eigener Gefahr ſo lange, bis ihm Haar