Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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das Trinkgeſchirr in das Geſicht, daß er blutete. Noch

groͤßern Schaden verurſachte ihm aber der Verluſt ſei⸗

ves rothen Kaͤppchens, das durch den Stoß in das

Meer ſiel. Nun war fernerhin ſein geſchorenes Haupt

anbedeckt, Tag und Nacht der Hitze und Kaͤlte ausge⸗

ſetzt. An dem Geſtade von Syrien und Palaͤſti⸗

na fanden ſich viele tuͤrkiſche Schiffe zuſammen, mit vieler Mannſchaft; ja der Sultan von Aegypten, Ibra⸗ him Paſcha!, war ſelbſt dabei. Sie landeten zuerſt anweit Tripolis, und uͤberfielen ploͤtzlich die Chri⸗ ſten, welche am Berge Libanon wohnten. Sie ver⸗ trieben dieſe ungluͤcklichen, oder ſchleppten ſie auf die Galeere; alle ihre Habe wurde die Beute des grauſa⸗ men Bluthundes. Denn Ibrahim wollte eine Tochter des Kaiſers von Konſtantinopel ehelichen; dazu mußte dieſer Raub den Brautſchatz liefern. Mit demſelben eilte man ſegleich nach Alexandrien zuruͤck, bei welcher Ankunft Heberer ſchon mehrere Todte un⸗ ter ſeinen Mitgefangenen zaͤhlte, die alle, den Fiſchen zur Speiſe, in das Meer geworfen wurden.

Nun trat die Winterzeit ein. Die Sklaven wur⸗ den ven den Schiffen losgefeſſelt, und in ihr altes, ſchon bekanntes Gefaͤngniß zuruͤckgefuͤhrt. Taͤgliche Ar⸗ beit, ſchlechte Koſt und andere uͤble Behandlung wech⸗ ſelten nun bis zur Fruͤhlingszeit. Die Gefangenen mußten wieder ihre Schiffe zuruͤſten und die Geraͤthe nach denſelben tragen. Auf einem ſolchen Zuge begeg⸗

neten ihren eines Tages teutſche Kaufleute mit einem