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ſchaft wird: denn es gibt in der großen Stadt keine
Quellen. Daraus werden die Armen, wie auch die Gefangenen getraͤnkt, um Gotteswillen; und reiche Stiftungen liefern die Fonds dazu. In die Haͤuſer der Vornehmen aber gehen Waſſerleitungen, oft mei⸗ lenweit, auf herrlichen, kunſtreichen Schwiebbögen. Der Aufenthalt der Gefangenen war zu Kahiro nicht von langer Dauer; man brachte ſie wieder nach
Alexandria zuruͤck, in der Abſicht, ſie auf die Ga⸗
leeren zu ſchmieden. Vor dieſer Qual graute dem guten Heberer und ſeinem Gefaͤhrten ſo ſehr, daß ſie heimlich Anſtalten zur Flucht machten. Mit einem ſpitzigen Holze bohrten ſie ein ziemliches Loch durch die Mauer; allein bald ſahen ſie, daß ihre Muͤhe eitel geweſen ſey: denn die Flucht war durch den Hofraum eines Juden⸗Hauſes geſperrt. Tags darauf wurden alle Gefangenen auf Schiffe gefuͤhrt, und an die Ru⸗ derbaͤnke geſchmiedet. Viele erhoben dabei ein erbaͤrm⸗ liches Geſchrei, das ſelbſt den Fuͤhrer der Rotte, der ein Renegat aus Neapel war, zum Mitleiden ruͤhrte. Sie zu troͤſten und zugleich vor der Winterkaͤlte zu ſchuͤtzen, ließ er je zwei und zwei eine Wollendecke zu⸗ theilen. Heberer und ſein Geſelle kamen nahe an den Maſtbaum neben etlichen weißen Mohren zu ſitzen, welche des veruͤbten Straſſenraubes wegen dieſes harte Schickſal theilen mußten. Bald wurde mit einer Pfeife das Zeichen zum


