Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Mauer aus Backſteinen. Die Mohren und ihre Bau⸗ meiſter verſtanden es nicht anders, als Stein fuͤr Stein abzuloͤſen; Heberer aber, und ſein teutſcher Gefaͤhrte, machten ein Loch in die Wand, zogen einen Balken durch, und ſpannten Stricke daran. Durch dieſe Art Hebel war es leicht, die groͤßten Truͤm⸗ mer auf einmal loszubrechen. Da kamen ihre Waͤch⸗ ter ſelbſt herbei, verwunderten ſich, und kuͤßten ihre Haͤnde, denn auf dieſe Weiſe war wohl eine monat⸗ lange Arbeit erſpart. Sie erlaubten ihnen auch da⸗ fuͤr, taͤglich ſoviel Holz wegzutragen, als ſie fuͤglich ſchleppen konnten. Um dieſes liefen ihnen die Ein⸗ wohner von Kahiro, beſonders die Juden, immer nach, und kauften es ihnen ab: denn das Holz iſt dort ſo ſelten, daß man oft fuͤr Geld keines bekommt, und meiſtens Kamel⸗Miſt duͤrren und brennen muß. Die Gefangenen hatten auch die Freiheit, was ihnen auf dem Wege von der Arbeit in das Gefaͤngniß in die Haͤnde fiel, zu nehmen, z. B. Eßwaren, die hie und da oͤffentlich feil waren. Einmal pluͤnderten ſie einen ganzen Baͤckerladen; und als der Eigenthuͤmer deßwegen auf einen Sklaven ſchlug, gaben ihm die Waͤchter, die ihren Antheil am Geraubten jedes Mal nahmen, die Baſtonade. Hierauf verſperrten die Leute ihre Laͤden recht wohl, ſo oft ſie nur Ketten klirren hoͤrten, oder flohen mit ihren Feilſchaften in die Haͤuſer. An dieſen ſtehen auch hin und wieder große, irdene Kruͤge voll Waſſer, welches auf Kame⸗