19
Schiffe, um den Nil aufwaͤrts nach Kahiro zu kom⸗ men. Als ſie uͤber den Platz des Kaufhauſes gingen, fänden ſie Feigen und Datteln in Menge, welche an Schilfrohren aufgefaßt waren; ſie aßen ungehindert davon.
Es wird gefabelt, daß der Nil im Paradieſe ent⸗ ſpringe. Sein Waſſer iſt truͤbe; zur Zeit der jaͤhrli⸗ chen Ueberſchwemmung fuͤhrt er ſchwaͤrzlichten Sand mit ſich. In ſieben Armen ergießt er ſich, nach einem langen Laufe durch das Mohrenland, in das mittel⸗ laͤndiſche Meer. Die Fiſche in demſelben ſind ſo zahl⸗ reich, daß man ſie leicht mit den Haͤnden fangen kann. Das Waſſer iſt fuͤß und angenehm zu trinken. Er iſt in ſeinen verſchiedenen Armen durch viele Ka⸗ naͤle verbunden, welche ſie Cata rakten nennen. Die Ufer ſind zu beiden Seiten ſehr anmuthig, mit ſchoͤnen Gaͤrten, Feldern und vielen fruchtbaren Baͤu⸗ men geziert. Viele huͤbſche Staͤdte und Flecken liegen in Mitte derſelben.
Die Einwohner des Landes gehen ſchlecht geklei⸗ det einher, meiſtens in Leinen⸗Kleidern, den Hemden aͤhnlich, mit ſehr weiten Aermeln; meiſtens blau von Farbe. Die Maͤnner nehmen uͤber dieſelben Teppiche, und ſchlagen ſie ſo uͤber die Schulter, daß ſie den rechten Arm frei haben. Im Felde fuͤhren ſie leichte, lange Spieße bei ſich, und auf dem Haupte tragen ſie eine Muͤtze von Kamelhaaren. Das Landvolk geht groͤßtentheils mit bloßen Fuͤßen; doch haben die Wei⸗


