Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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niger Dattelbaͤume Lagerung gehalten. Man theilte den Ermuͤdeten Brod und Waſſer zu; die Reiſe aber wurde erſt am Abend wieder fortgeſetzt, weil es dann etwas kuͤhler war. Auch leuchten die Sterne in Aegypten, wegen des wolkenloſen Himmels, ſo hell, daß man ſeine Wege wohl finden kann. Man ſetzte uͤber einen Arm des Nils, und eilte der Stadt Roſetta zu. Unterwegs war ein ſteinerner Sarg

auf freiem Felde, mit ſuͤßem Waſſer gefuͤllt. Die Gefangenen verſuchten zu trinken; allein die hoͤlzernen Spangen hinderten ſie. Da aber H eberers Hand ſehr klein war, gelang es ihm, ſich frei zu machen; er trank und brachte auch ſeinem Ungluͤcksgefaͤhrten einen ſtarken Trunk. Die Mohren bemerkten ſogleich, auf welche Weiſe dieſer Gefangene frei geworden war; jedoch lachten ſie daruͤber, und entledigten zuletzt alle Gefangenen von dieſen laͤſtigen Jochen, woran viele ihre Arme ſich wund gerieben hatten.

Bei ihrem Einzug in Roſſetta waren dis Straſſen voll von Maͤnnern, Weibern und Kindern, welche Gott lobten, daß er ihre Feinde, die Nazare⸗ ner, in ihre Gewalt gegeben habe. Als man ſie nahe bei dem Kaufhauſe in einen großen Stall gebracht hatte, erſchienen mehrere Kaufleute aus Frankreich und Venedig, troͤſteten die Ungluͤcklichen und theilten Speiſen und friſches Waſſer unter ſie aus. Dieß, und die Ruhe einer Nacht, ſaͤrkte ſie wieder am Koͤr⸗ per und Geiſte. Am andern Tage trieb man ſie zu