Zeichen der Verachtung und Dienſtbarkeit. Beſonders wollte Heberer's Gefaͤhrte ſeinen ſchoͤnen Knebelbart nicht miſſen, und wehrte ſich lange deßwegen. Da er aber ſah, daß man ihn mit biutigen Streichen zwin⸗ gen wuͤrde, nahm er die Scheere, und ſchnitt ſich denſelben ſelbſt ab, indem er ſagte: daß dieſes Volk nicht werth ſey, ſeinen Bart zu beruͤhren.
Der Aufenthalt in dieſem Gefaͤngniſſe waͤhrte zehn Tage. Des Nachts wurden ſie immer in einem Stalle an große Ninge, die an der Wand befeſtigt waren, angeſchloſſen. Dieſer Stall hatte kein Fenſter, wie alle Haͤuſer in Aegypten, ſondern nur oben eine Oefnung. Auch haben die Wohnungen keine Daͤcher, ſondern ſind oben ſo eben, daß man uͤber ſie ſpatziren gehen kann.
Nach einigen Tagen brachte man auch die Ritter⸗ welche ſich auf der Barke hatten fluͤchten wollen, ge⸗ fangen ein. Sie waren gleichfalls gezwungen geweſen, an das Land zu treten, wo ſie ſich ſogleich von Moh⸗ ren umrungen ſahen. Anfangs wehrten ſie ſich tapfer;
mehrere der ihrigen wurden getoͤdtet; zuletzt uͤbergaben ſie ſich nothgedrungen der Gefangenſchaft. Man ließ ſie nicht lange zu Alexandrien verweilen, ſondern fuͤhrte ſie ſogleich nach Kahiro ab. Viele von ihnen batten noch Gold und Kleinodien bei ſich, welche ſie am Hinterhaupte unter das Haar mit Pech befeſtigt hatten, durch welche Vorſicht ſie der erſten Pluͤnde⸗ rung gluͤcklich entgingen.


