Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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der Gefangenen frei auf den Fuͤßen ſtehen. Die Bar⸗ baren ſahen es, und gaben ihnen Brod, weiße, runde Kuchen, wie ſolche zu Alexandrien verkauft werden. Allein die armen Menſchen konnten ſelbes vor uͤbergroßem Durſte nicht genießen. Als die Mohren dieſes bemerkten, trieben ſie ſelbe, wie die Schweine, zu einem nahen Bach, ließen ſie aus der hohlen Hand trinken, und die wenige Gabe genießen. Dadurch etwas erquickt, jagte man ſie nun fort, uͤber die heißen Sandfelder, mit ſolcher Heftigkeit und Eile, daß ſie noch am ſelbigen Tage Allexandria erreichten. Durch die ſchoͤnen Gaſſen der großen Stadt, von muhametaniſchen Weibern und Kindern verſpottet und verfolgt, von einigen chriſtlichen Kauf⸗ leuten redlich bedauert, fuͤhrte man ſie in den Vor⸗ hof eines Gefaͤngniſſes, welches nahe am Meere lag. Sie erhielten fuͤr dieſen Abend keine Labung mehr. Erſt am andern Morgen brachte man Zwieback, und Waſſer; die Mohren aher ſchleppten zu gleicher Zeit eiſerne Bande und Ketten herbei, in welche immer zwei und zwei geſchmiedet werden ſollten. Unſer Rei⸗ ſende bat, daß er mit dem andern Teutſchen, Georg Kope, zuſammen geſchmiedet werden moͤchte, was auch zu einigem Troſte der beiden geſchehen iſt. Doch benetzten ſie das kalte Eiſen mit heißen Thraͤ⸗ nen uͤber ihr ungluͤckliches Schickſal. Noch ſchwerer aber fiel es ihnen, daß man ſie ſogleich auch aller Haare am Haupte, und des Bartes beraubte, zum