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Die Geretteten warfen ſich in den Sand, dankten mit lauter Stimme und unter Thraͤnen Gott fuͤr ihre Rettung, und baten um Schutz und um Geduld in ihrer traurigen und kummervollen Lage. Nachhin breiteten ſie ihre Kleider auf dem heißen Sande aus, und trockneten ſie.
Ueber dieſes brach der Abend ein. Die Geretteten gingen Landeinwaͤrts, und erreichten bald einige Baͤume und Geſtraͤuche, in deren Schutz vor der Kuͤhle der Nacht ſie ſich begaben. Die Begebenheiten und An⸗ ſtrengungen des Tages hatten ſie in gaͤnzliche Erſchlaf⸗ fung verſenkt, und einige Stunden genoßen ſie der ungeſtoͤrten Ruhe. Allein ploͤtzlich wurden ſie bei hel⸗ lem Scheine des Monds und der Sterne von bewaff⸗ neten Mohren uͤberfallen, und mit Stockſtreichen aus dem tiefen Schlummer geweckt. Schreckliches Er⸗ wachen! Man ſah die Habſucht der Barbaren ſelbſt
in dem Dunkel der Nacht hellflammend aus ihren
Augen leuchten. Sie beraubten die Ungluͤcklichen ſo⸗ gleich ihrer wenigen Habe und ihrer Kleider— ſelbſt der noͤthigſten Bedeckung. Dann wurden ſie, in klei⸗
nere Haufen vertheilt, fortgetrieben, einige Stunden
weit, bis zu einer Hoͤhle, in welche man ſie verſchloß, bis der Morgen graute. Aus dieſem Hinterhalte hat⸗
ten die Raͤuber ſchon einige Tage das gefahrvolle
Schwanken des entmaſteten Schiffes bemerkt, und nun wie hungrige Woͤlfe auf ihre ſichere Beute gelauert.
Als der Tag angebrochen war, konnte faſt keiner


