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ſicherer und grauſamer: denn die Tuͤrken trugen einen unbegraͤnzten Haß gegen ſie. Deßwegen ließen ſie eine große Barke, die ſich auf dem zertruͤmmerten Schiffe befand, in die tobenden Wellen, warfen einige Lebensmittel darein, und waͤhlten die erfahrenſten Schiffer. Mit dieſen vertrauten ſie ſich dem kleinen, gebrechlichen Fahrzeuge und verſchwanden, von Wind und Wellen pfeilſchnell getrieben, ſogleich aus den Augen der uͤbrigen. Von dieſen aber verſuchte es zuerſt unſer Hieberer, mit Georg Kope, an das Land zu kommen. Sie banden und befeſtigten uͤber zwei Faͤffer einige Bretter, die am Schiffe losgebro⸗ chen waren, ſetzten ſich auf dieſen Floß, und wurden, vom guͤnſtigen Winde getrieben, an das Land ge⸗ fuͤhrt. Sie hatten die Vorſicht gebraucht, ſich an die Bretter ſelbſt zu binden, was ihnen jetzt ſehr zu ſtatten kam. Denn bald wurden ſie von den reiſſenden Wel⸗ len bedeckt, und in die Tiefe des Meeres verſenkt, bald in die aͤußerſte Hoͤhe geſchleudert. Nach einer Todesangſt von acht Stunden, waren ſie endlich dem Strande ſo nahe, daß ſie ihre Bande loͤſen und ſchwimmend denſelben erreichen konnten. Als dieß die im Schiffe zuruͤckgebltebenen, bemerkten, faß⸗ ten viele andere gleichfalls Muth, banden ſich an Bretter und Faͤſſer feſt, und warfen ſich in die graͤß⸗ liche Fluth. Nur ein Franzoſe ertrank, 40 andere Chriſten aber wurden gerettet Die uͤbrigen, wie die Mohren, waren auf dem Schiffe zuruͤck geblieben.


