7— thurme nahe an der Feſtung St. Florenz⸗ ankern zu koͤnnen. Alles fluͤchtete ſich an das Land; allein das Schiff ward waͤhrend den drei Tagen, wo der Sturm noch wuͤthete, doch gut erhalten, und die ſaͤmmtliche Mannſchaft begab ſich des Morgens, als die See wieder ruhig war, an deſſen Bord.
Man ſegelte ruhig an Sardinien und mehrern Inſeln Italiens voruͤber; am zweiten Tage erreichte man das hohe Meer. Allein auch jetzt ſtelite ſich ploͤtz⸗ lich ein heftiger Wind ein, der die Reiſenden ſo nahe an die Kuͤſte der Barbarei verſchlug, daß ſie heftig daruͤber erſchracken, ſowohl wegen der vielen Sand⸗ baͤnke, welche hier die Schifffahrt gefaͤhrlich machen, als auch der Seeraͤuber wegen, die hier an allen Orten auf Beute lauerten. Nacht und Finſterniß war eingetreten, und als ſich dieſe am Morgen wieder zerſtreute, erkannte unſer Reiſender deutlich am Ufer die Truͤmmer des ehemals ſo beruͤhmten Carthago. Die Noth. zwang die Schiffer, ſich dem Lande zu naͤhern; ſie ankerten alſo bei Bijerta, einer ſchoͤnen und ſtarken Feſtung, 40 Meilen von Thunis, und zogen die Fahnen auf, mit dem Wappen von Frank⸗ reich geziert, um vor dem Angriffe der Mohren ſicher zu ſeyn. Der Oberſte jener Feſtung aber ſchickte bald eine kleine Fregatte ab, ſich um die Abſicht der Reiſenden und ihre Ausweiſung zu erkundigen. Dar⸗ auf begab ſich der Schiffs⸗Patron, welcher die Sprache der Barbaresken zur Noth verſtand, ſelbſt an das


