6
Innere von Frankreich, in das Fuͤrſtenthum Bur⸗ gund, und nach dem Aufenthalte von einigen Jah⸗ ren, entſchloß er ſich, ſelbſt eine Fahrt uͤber das Meer zu verſuchen, zu welchem Ende er ſich nach Mar⸗ feille begab. Waͤhrend ſeines Aufenthaltes trug ſich eben die Szene der grauſamen Ermordung vieler tau⸗ ſend Hugonoten zuz; er ſelbſt ſchwebte mehrere Tage in groͤßter Todesgefahr. Ein weißes Kreuz aus Per⸗ gament geſchnirten, das er auf ſeinem Hute zur Schau trug, rettete ihn gluͤcklich und verſchaffte ihm die Freundſchaft eines Maltheſer⸗Ritters, durch deſſen Vermittlung ihm zuletzt geſtattet wurde, zur Nacht⸗
zeit aus dem Hafen, der ſo ſt mit Ketten wohl ver⸗
ſchloſſen war, ſchiffen zu duͤrfen. Am andern Tage kam er nach Toulon, wo er ſich zur Noth von dem ausgeſtandenen Schrecken wieder erholte, und die ſchrecklichen Ereigniſſe, ſo gut es moͤglich war, aus ſeinem Gedaͤchtniſſe entfernte. Bei dem naͤchſten guͤnſtigen Winde wurden die Anker wieder aufgeho⸗ ben, und bald ſegelte man an Genua und Corſiea voruͤber, bis man die Inſel Sardinien anſichtig wurde. Da erhob ſich ploͤtzlich ein ungeſtuͤmmer, wid⸗ riger Wind, dem man nicht widerſtehen konnte, und das Schiff auf Gerathewohl überlaſſen mußte. Corſiea war das naͤchſtgelegene Land; die Schiff⸗ leute wendeten allen Fleiß an, einen ſichern Hafen daſelbſt zu erreichen. Es gelaug ihnen auch wirklich, von dem Golfo di Nebbio, bei einem Wacht⸗


