Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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ren so von Juden bewohnt werden; die Chriſten ha⸗ ben 3 Kirchen.

IX. Von dem Sumpfe Copias, Theben und Phyle.

Ich kam gegen Oſt an den Sumpf von Topolia oder Copias, welche Gegend durch die Schlacht beruͤhmt iſt, worin Ageſilaus die Athener und Boͤotier beſiegte. An der nords⸗oͤſtlichen Ecke des Sees war Medeon, und in deſſen Naͤhe oͤſtlich O uch aͤ⸗ ſtus. Die Stadt Theben mag 24 Meilen von Li⸗ vadien eutfernt ſeyn; ihr erſter Stifter ſoll Cad⸗ mus geweſen ſeyn. Seit der Zerſtoͤrung durch Ale⸗ rander konnte ſie nicht wieder aufbluͤhen. Sie iſt der Geburtsort von Pindar, Spaminondas, Pe⸗ lopidas, Herkules und Bacchus; liegt eben, hat s Stunden in der Laͤnge und 4 in der Breite, ei⸗ nen Erzbiſchof nebſt einem Woywoden und Kadi, viel⸗ leicht 1005 Haͤuſer fuͤr die Tuͤrken, 200 fuͤr die Grie⸗ chen und 70 fuͤr die Juden. Nordwaͤrts von The⸗ beu ſind einige Huͤgel, welche die Ausſicht auf den See unterbrechen. Von der Stadt bis an die Straße nach Negroponte iſt eine Entfernung von 18 Mei⸗ len. Bei meiner Ankunft begab ich mich in die Her⸗ berge, und des andern Tages zu einem Prieſter; kaum hatte der Erzbiſchof meine Anweſenheit vernommen, ſo ließ er mich zu ſich einladen. Ich fand bei ihm den Erzbiſchof von Aeging, welcher Almoſen fuͤr ſeine