Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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kleinere und niedrigere fuͤr die Frauenzimmer und Be⸗ diente, welche einem Kloſter der Karthaͤuſer gleichen. Ohne beſondere Erlaubniß aus Konſtantinopel darf Niemand wagen, dieſe Haͤuſer zu betreten. Der Boſtangi⸗Paſcha wohnt in einem Cheile deſſelben, und beherrſcht die ganze Umgebung bis Philippopoli. Auf dem Huͤgel weſtwaͤrts des Serails ſteht ein gro⸗ ßes Luſthaus des Sultans, welches eine herrliche Aus⸗ ſicht darbietet.

Die Stadt wird von dem Aga der Janitſcharen regtert, treibt vielen Handel mit Konſtantin opel, Smyrna und anderen Orten, hat großen Ueberfluß an rothem guten Weine und anderen Lebensmitteln, baut und verarbeitet viel Seide und mancherlei Fruͤchte gewaͤhren ihr Vortheile. Etwa eine Stunde ſuͤdweñ⸗ waͤrts liegt der Flecken Demerlata, wo der ſchwe⸗ diſche Koͤnig Karl XII. einige Jahre ſich aufhielt, bis er nach Demotika ziehen mußte. Die Franzo⸗ ſen haben dort einige Haͤufer und einen Konſul, wie die Englaͤnder, welche waͤhrend der Kriege mit Oeſter⸗

reich vorzuͤglich durch ihre Faktors viel Leinwand, Zinn und Blei verkauften.

V. Von Oemotika, Rodoſto und Gallipoli.

Am zrten reiſten wir von Adrianopel ſuͤdwaͤrts durch den Flecken Aherkui, wo ein großer Stall fuͤr die Kamele des Kaiſers iſt, welche in dieſer Ge⸗ gend gezogen werden. Wir reiſten zwiſchen den Huͤ⸗