Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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geln und kamen zu Demotika auf einem kleinen Fluſſe faſt 12 Meilen von Adrianopel an. Hier zeigen ſich noch Ueberbleibſel der Mauern eines Ka⸗ ſtells und verſchiedener kuͤnſtlicher Grotten. Zwiſchen Adrianopel und Plotinopolis lag der Ort Nizaͤa, wo die Arianer aus Betrug ein falſches Glau⸗ bens⸗Bekenntniß verfaßten.

Am asten reiſten wir durch eine ſchoͤne Gegend in die Stadt Ouzoun Cupri, welche ihren Namen von der uͤber den Fluß Erganeh geſprengten Bruͤcke hat, welche ſich über 170 Bogen aus Quadern auf eine halbe Meile ausdehnt. Wir verfuͤgten uns 16 Meilen weiter in die kleine Stadt Jeribol, wo⸗ von wir am 19ten in s Stunden nach Rodoſto ka⸗ men. Dieſe ganze Gegend Thraziens iſt hoͤchſt frucht⸗ bar; vorzuͤglich reitzend iſt der Wieſengrund, in wel⸗ chem viel Getreid und Flachs gebaut wird. Iſt die⸗ ſelbe gleichwohl ſehr uneben, ſo hat ſie doch wenige Waldungen..

Rodoſto(oder Biſanthe, Rhedeſtus, Reſiſton) liegt theils nebſt einem großen Meerbuſen an der See, theils auf der Seite des Huͤgels. Die tuͤrkiſchen Ein⸗ wohner ſind nur mit wenigen Griechen und Armeniern vermiſcht; letztere haben eine Kirche; die Griechen fuͤnf unter dem Erzbiſchofe von Heraclea. Guter Wein und viel Korn wird aus dieſer Gegend nach Kon⸗ ſtantinopel gebracht. Die letzteren Fuͤrſten Ra⸗ gotzi hatten hier einen Palaſt, welcher noch im Be⸗