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XVII. Von Chaleedon, Seutari, dem ſchwar⸗
zen Meere und deſſen angraͤnzenden Oertern.
Chaleedon iſt im Winter den Winden ſehr ausgeſetzt, und hat keinen guten Hafen. Sein Vor⸗ gebirge iſt etwa ½ Meile breit und eine lang; auf ihm kann man den Propontis, den thraziſchen Bos⸗ phorus und Konſtantinopel uͤberſehen. Von der zer⸗ ſtoͤrten Stadt ſind nicht einmal Ueberbleibſel, ihre Umgebung beſteht aus Gaͤrten und Weinbergen. Die kleine Kirche der Griechen ſoll durch deu chalcedoni⸗ ſchen Kirchenrath verherrlicht worden ſeyn, allein ihr Aeußeres zeugt nicht von ſo hohem Alter, auch liegt ſie zu tief und zu nahe am Meere. Gegen Morgen iſt dieſer Theil von Bithynien bergicht, und die Huůͤ⸗ gel naͤhern ſich Seutari, gegen Nord⸗Oſt dem Bosphorus. Der Fuß derſelben zieht ſich gegen Mittag nach Chaleedon, endigt ſich am Meere, und bildet nebſt dem chalcedonenſiſchen Vorgebirge Konſtantinopel gegenuͤber einen kleinen Meerbuſen. Ueber deſſen noͤrdlichen Theil erhebt ſich das Serail von Seutari, wo der tuͤrkiſche Kaiſer gewoͤhnlich im Anfange jedes Sommers einige Tage wegen der augenehmen Lage und ſchoͤnen Ausſicht verweilt. Ge⸗ gen Nord⸗Oſt ſind ſehr ſchoͤne Viehweiden, und jen⸗ ſeits derſelben die ſeutariſchen Begraͤbnißplaͤtze, welche mit Cypreſſen und andern Baͤumen beſetzt ſind.


