25
wenn es 15 Meilen von Chalcedon, und 24 von Libyſſa entfernt ſeyn ſoll. Wir ließen uns auf dem Felde jenſeits des Ortes nieder, und beſchauten am z3ten die Umgebung der vielen Blumen⸗, Wein⸗, Obſt⸗ und Gemuͤsgaͤrten, welche Konſtantinopel verſehen. Daſelbſt ſahen wir auch die von Griechen bewohnten Fuͤrſten⸗Inſeln am iſmitiſchen Meerbuſen.
Die groͤßte dieſer Inſeln, Prineipe, oder Boiuk Abdah, liegt am meiſten gegen Morgen und gegen Kortal uͤber, nach der Muͤndung des iſmi⸗ tiſchen Meerbuſens, und eine Stunde vom feſten Lande. Sie iſt eine Meile von Mitternacht gegen Mittag lang und ½ breit, und beſteht aus zwei Huͤ⸗ geln und einer Ebene gegen Nord, auf welcher die Stadt an der Seeſeite liegt. Sie war ehemals ziem⸗ lich gut gebaut, iſt aber jetzt groͤßtentheils zerſtoͤrt. Die Inſel ſteht dem Erzbiſchofe von Chalcedon zu, und wird von Griechen theils in der Stadt, theils in den zwei Kloͤſtern auf der Inſel bewohnt; ein drittes Klo⸗ ſter iſt zerſtoͤrt worden. Die Franzoſen hatten einſt Luſthaͤuſer auf der Inſel errichtet; allein ſie verließen ſie wieder theils wegen der Beſchwerlichkeit des Waſ⸗ ſers, theils wegen der Gefahr durch widrige Winde aufgehalten zu werden. Die meiſten Einwohner er⸗ naͤhren ſich von der Fiſcherei und vom Handel mit Wein, welchen ſie aus der Inſel Alonia und dem fe⸗ ſten Lande heruͤber bringen, und an die lebensluſtigen Bewohner der Hauptſtadt, welche zu ihrer Zerſtreuung


