Schnee bedeckt. Der Fuß dieſes Huͤgels geht bis an die Stadt, und wird von derſelben nur durch das Bett des Winterſtromes getrennt. Zur Exhoͤhung der ſchoͤnen Ausſicht dient die angenehme Laudſchaft gegen Mittag und Abend, deren Felder mit Feigen⸗ und Mandel Baͤumen bedeckt ſind. Sie iſt groß, und bei den Haͤuſern ſind Hoͤfe und Gaͤrten, welche mit Cy⸗ preſſen⸗ und Pomeranzen⸗Baͤumen beſetzt ſind, wie verſchiedene Straßen; daher gleicht die Stadt einem Walde. Rings umher liegen viele Gaͤrten, welche durch Reihen von Pomeranzen⸗Baͤumen geviertelt ſind. Dieſe Stadt iſt eine der erſten zwiſchen Epheſus und Antiochien an dem Meander, deren Ein⸗ wohner vermiſcht und eigentlich keine Jonier, ſondern theils Lydier, theils Karier ſind, welche alle unter der Regierung der Roͤmer vereinigt wurden. Die Magneſier waren urſpruͤnglich Griechen, und man haͤlt ſie fuüͤr die Delphianer, welche das Gebirge Didymi in Theſſalien bewohnten. Magneſia wurde von den Trerern aus Cimbrien zerſtoͤrt, und nachher von den Meliſſern in Beſitz genommen. In der ganzen Stadt findet man Spuren anſehnlicher Gebaͤude, gegen Suͤd⸗ Oſt auch eines Theaters, welches in den Berg gegen Oſt eingehauen iſt, wovon aber jetzt nichts mehr als der gewoͤlbte Eingang auf beiden Seiten zu ſehen iſt. Nahe am Theater iſt eine unterirdiſche Waſſerleitung fuͤr die Stadt; das Waſſer wird von dem entfernten
Gebirge durch ein ſchmales Thal uͤber verſchiedene


