. Der Dianen⸗Dempel liegt gegen die ſuͤd⸗weſt⸗ liche Ecke der Ebene, und hat auf der Weſtſeite den in Moraſt verwandelten See, welcher ſich bis an den Kayſter erſtreckt. Der Tempel und die Hoͤfe um den⸗ ſelben hatten rings herum eine ſtarke Mauer. Die Mauer gegen Weſt an dem See und gegen Nord diente zugleich zur Stadt⸗Mauer; gegen Suͤd iſt eine gedop⸗ pelte, und innerhalb derſelben ſind 4 Hoͤfe, d. i. auf jeder Seite des Tempels ein Hof; und auf jeder Seite des Hofes gegen Weſt war ein großer Saͤu⸗ len-Gang, welcher ſich bis an den See erſtreckte, und auf demſelben waren Bogen aus Backſteinen zur Bedeckung des Ganges. Die vordere Seite des Tem⸗ pels war gegen Morgen; er ſtand auf Bogen, zu wel⸗ chen man hinab ſteigen konnte; ſie ſind ſchmal und einer uͤber dem andern. Der Boden war moraſtig, weß⸗ wegen die Grundlegung ſo koſtſpielig war, als das Gebaͤude uͤber der Erde. Vor dem Tempel ſcheint ein großer Saͤulen⸗Gang zu ſeyn. Vor dieſem Orte liegen Stüͤcke von Granit⸗Pfeilern, deren jedes 15 Fuß lang und ein grauer Granit⸗Pfeiler, welcher in 2 Stuͤcke gebrochen iſt; ſie alle hatten 3½ Fuß im Durchmeſſer. Von der erſtern Art der Pfeiler trifft man in der Mo⸗ ſchee des h. Johannes 4 Stuͤcke bei dem Flecken Aja⸗ ſoluck an. Von den Pfeilern des Tempels ſind noch viele Ueberbleibſel zu ſehen; ſie waren aus großen ge⸗ hauenen Steinen, und vermuthlich mir koſtharem Marmor uͤberzogen. An der Mauer im mittlern gro⸗ 29ſtes B. Griechenland. I. 3. 8
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