Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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Auf der Weſtſeite der Ebene ſah ich die Seen, deren die Alten erwaͤhnten; einer derſelben, Selenuſia, gehoͤrte zum Tempel der Dianaz bei einem derſelben lag der Tempel des Koͤnigs, welchen Agamemmon gebaut haben ſoll. Auf einem Huͤgel nordwaͤrts von dem Fluſſe gegen die Seen nahm ich ein Gebaͤude wahr, welches dieſer Tempel geweſen ſeyn mag. Nord⸗ weſtwaͤrts von den Seen geht der Berg Galeſius bis nach Kolophon. Der Theil der Stadt an dem Fuße des Berges Koriſſus wurde Aſpera genannt. Die Mauern moͤgen 4 Meilen im Umfange haben; ſte ſind ruſtik, mit Quadern uͤberzogen, und haben vier⸗ eckige Vertheidigungs⸗Thuͤrme. An einigen Orten ſind die Mauern noch ganz, an andern Orten ſteht nur noch das 10 Fuß dicke Fundament derſelben. Ouͤwaͤrts des Berges Lepre hatten die Einwoh⸗ ner ihre Begraͤbniß⸗Plaͤtze. Ich ſah daſelbſt einen ſehr großen Sarg aus Marmor mit unvollſtaͤndiger Ueber⸗ ſchrift. In dem Grunde zwiſchen dem Huͤgel und dem Flecken Ajaſaluck ſind Ueberbleibſel von verfchiede⸗ nen viereckigen Pfeilern aus einzelnen uͤber einander gelegten Steinen; allem Anſehen nach waren auf den⸗ ſelben Schwibbogen und uͤber dieſe Haͤuſer gebaut. Die praͤchtigen Truͤmmer am ſuͤd⸗oͤſtlichen Ende des Huͤgels halte ich fuͤr das Gymnaſium, an deſſen Platze fruͤher das Athenaͤum war. Der nahe gelegene Platz wurde Hipaͤleum vermuthlich deßwegen genennt, weil er mit Oliven⸗Baͤumen begraͤnzt war.